Außerordentlich, wie Bruno Paul Krause in aller Offenheit und Ehrlichkeit erzählt und dichtet. Jedes Pathos ist lediglich sein wirklicher Glaube, den er hat, und der sicherlich heute eher verirrt erscheint. Aber Bruno Krause ist ein gebildeter, sensibler Mann mit der Fähigkeit zur Reflektion. Er lebt nicht davon, im Pathos eine sonst nicht existente ängstliche und unterwürfige Persönlichkeit zu kompensieren, wie es vieler seiner Zeitgenossen taten, nein, er ist wirklich tief begeistert, und glaubt daran. Aber er sieht auch das Ende, als absolute Realität und Ziel des Krieges, den Tod, welchen er nicht verdrängt, er stimmt sich fast darauf ein. Er leugnet nicht den Tod, er gibt sich ihm auch nicht hin, aber er ist ihm ganz nahe. Das alles schafft er in Worte zu fassen, so dass es beim Lesen "einem die Kehle zudrückt", denn plötzlich ist man neben Bruno Paul Krause im Gefecht, und spürt, dass man da gerade Gedichte aus der Hölle liest, die eine unglaublich harte Ambivalenz zwischen geglaubtem Phatos, der nicht zum Vorwurf gedeiht, da man sehen kann dass der Autor den sicheren Tod nicht fürchtet, und gleichsam ohne Jammer die totale Ausweglosigkeit beschreibt, deren Grundlage als Ursache sein eigenes Denken geworden ist. Wenn man je ein Bild von Mut suchte, so findet es sich in Bruno Krauses Gedichten. Mein Vater überlebte den Krieg und wurde ein Schweiger, Bruno Paul Krause sagt alles, mehr geht kaum, und stirbt.

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bearb. 03.02.2011

Bruno P. Krause, Texte
Text: G.Dombrowski
Bildcollage H.Krause
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Hartmut Krause Geschichte